Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
868
Einzelbild herunterladen
 

g6Z i.TH. 2.Abfchn. 7. Kap.

gen gesagt worden; sind sie aber untrennbar, soruhet der Ton auf dem Verbo, und die Vorsylbe gefallt im Participio Präteriti weg! durchbrechen,ich breche durch, brach durch, durchgebro-chen, durchzubrechen, brich durch' aber, ichdurchbreche, durchbrach, durchbrochen, zudurchbrechen, durchbrich. So auch:

Durchackern und durchackern, dürchbeis-sen und durchbctjsen, bürchbethen und durch-bethen, durchbetteln und durchbetteln, dürchsblasen und durchblasen, durchblättern unddurchblättern, durchbohren und durchbohren,durchbrausen und durchbrausen, durchdam-pfen und durchdampfen, dürchdenken unddurchdenken, durchdrungen und durchdrungen,dürchfahren und durchfahren, durchfeuernund durchfeüern, durchstattern und durchstat-tern, durchfliegen und durchstiegen, durchstie-ßen und durchstießen u.s.f. Die allermeisten Ver-ba , wo durch untrennbar ist, sind nur in der hö-hern Schreibart alsdann üblich, wenn das einfacheVerbum durch mit seinem Casu bey sich habensollte: die Musik schallet durch den Saal, inder edlertt Schreibart, durchschallet den Saal»Auch oft für das trennbare: die Musik schalletden ganzen Saal durch, ich habe die Sachedurchgedacht, er hat die ganze N^acht durchgeswacht; edler, ich habe die Sache durchdacht,er har die ganze Nacht durchwacht. Nochöfter unterscheidet sich das trennbar zusammen gesetz-te Verbum von dem untrennbaren in der Bedeutung»Die Sprache des gemeinen Gebens kennet von denuntrennbaren Zusammensetzungen mit durch nurwenige > dergleichen etwa durchbrochene Arbeit,ein durchtriebener Mensch, durchgehende«. s. f. sind. Häufiger