Der Laye geht nun weiter, und fängt an dieRolle eines Philosophen zn spielen, beschuldigteinen Moses Mendelssohn der Sophisterei,dadurch, daß er einen Verf. derselben beschuldiget,welcher mir Mendelssohn einerlei Meinung hat.Der Verf. sagte nämlich: daß eine menschliche Re-ligion ohne Sünde verändert, und von Menschendem Verhältnisse der Zeit und Cultur angepaßtwerden konnte: „Mit einer göttlichen Religion,„fährt er fort: dürfen (darinn haben die (Or-thodoxen völlig Recht) keine Veränderung„gen getroffen werden, da Gott selbst unver-„anderlich ist, und ihn nie (oder er wäre der„weiseste Gott nicht, wäre abhangig vonUmstanden,) gereuen kann, was er einmal...gesagt hat, daß es Wahrheit sei. Und„Moses Mendelssohn sagt mit richtiger„Weisheit: ist Mosis Gesey von Gott selbst„gegeben,^ so können die, welchen es gege-ben ist, und ich seye hinzu, die, welche es„glauben, nur durch eine ähnliche Feierlich»„keit davon dispensirt werden." Hier ruft derLaye aus : „auch hier laßt sich die Sophisterei„des Philosophen leicht entdecken. Auch
»göw