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Selbst der Vorwurf, den Sie mir wegen mei-ner theatralischen Vromsmoriz machen, ist mir lieb,weil er eine kleine Hitze anzeigt; diese Art von freund-schaftlicher Eifersucht ist ein Beweis Hrer Liebe, umdie ich Sie immer bitten werde. Erst also will ichmich darüöer rechtfertigen; dann soll auch meineReihe kommen, Ihnen Lorwürfe zu machen.
Sie wissen, ich bin mit RiedelN in einem Brief-,Wechsel: mir hat, ausser Heufclden, niemand vor-werfen können, daß ich aufgehört habe, diese oder wasimmer für eine Art von Freundschaft fortzusehen.Rjedel ist jedoch mit seinen Griefen an mich sparsam'ich antworte nicht öfter» Aber da mir daran lag,dem Eindruck, welchen Nikolais hämische Nach-richt von mir etwan in Deutschland machen dürfte,etwas, und zwar bald entgegen zu setzen. welchesbeweisen könnte, daß meine Absicht, als ich schrieb,patriotisch sey, daß SotMenfels von seinen Mo-narchen geschaßt werde; so sah ich mir hiezu seineZeitung aus; nicht Ihre Bibliothek, theils weil ichnicht wußte, daß Sie solche Nachrichten da würdeneinrücken lassen; denn gewohnlicher Weise thun Sieso waö nicht; hauptsächlich aber, damit ich nichtdadurch zwischen Ihnen und Nl5vl(N einen neuenunangenehmen Auftritt öffneteSie würden auSFreundschaft etwas auf jenen angespielt, dieser würdeentgegen gestichelt haben» — Uebersehen Sie mirden Provinzialauödruck seiner Eigentlichkeit wegen —ich würde also den Gegenstand eines ZankeS gewesenseyn, der keinen Ruhen bringt. Endlich erm iern
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