L?hr leßtcr Brief an mich enthält alle Proben derausrichtigsten Freundschaftund ich danke Ih-nen herzlich dafür. Versichern Sie sich, daß ichmir es allezeit zur Ehre und zum Ruhm rechnenwerde, Ihre Freundschaft mir erworben zu haben:und daß ich sie an meiner Seite mit Eifer unterhaltren würde, wenn ich auch der eigennützigste Menschvon der Welt Ware, weil sie mir so nützlich ist, undseyn kann.
Ich habe die ganze Lage, in die ich zukommcn würde, vorausgesehen, und war entschlos-sen, mit zugedrückten Augen in den Sumpf zusprin-gen; mit den Fröschen so harmonisch al6 möglich zuquacken, und wennS nöthig, Koth um mich zu spru-deln, sobald ich erst mit zugedeckt seyn würde. Daman mich gleichsam unbefragt nach Marburg schickenwollte: so hielt ich c6 für besser, Universität für Uni-versität, an einem Orte zu seyn, den ich selbst ge-wählt hatte. Und wo ist denn wohl daö Vorzüglichetinter der Universitätenwahl? Ich weiß nicht, wie sichdie Schwierigkeit mit der dortigen Facultat würdegehoben haben: allein, ich weiß wohl, daß ich eherwürde weggegangen seyn, als eine Äusschliessung er-duldet haben. Nun vorißt? gehabt euch wohl, Fa-kultäten. Nicht nur die Universitäten; auch unsereigentliches gelehrtes Wesen in Deutschland , und dasfast unvermeidliche Zanken darin, wenn man vornehm-lich ^