lich den Handwerkeschild aushängen hat, wurde mirlästig'. u«d so habe ich mit Freuden eine Gelegenheitergriffen, wo ich die Musen zu Maicresscn haben kann,anstatt mit ihnen in einer langweiligen Ehe zu leben.Nicht als ob ich mir iht lauter arkadische Freudenverspräche. Jeder Stand ist das, wozu man ihnmacht; und sein Schweif von Unbequemlichkeitenschlagt einem über kurz oder über lang an das Schien«Kein' aber das ist doch auch wahr, daß die Eesich«ter, die man zunächst um sich sehen muß, sich imt denverschiedenen Standen abandern, und dabel^ kannman viel gewinnen', so wie wohl einer einen Kirchstuhlverkauft. Er muß etwa auch an der neuen Stelleeine schlechte Predigt hören I ober er ist doch unange-nehmer Kirchennüchbarn losgeworden.
Ich wünsche, daß Sie, mein schätzbarster Herrund Freund, auch mit dem neuen Jahre alles erHalsten, was sie verdienen und begehren. Das erstereist viel, und das andere maßig. Also kann der Him-mel das M'ttel treffen, und sie damit vergnügtmachen.
Nun warum ich eigentlich noch schreiben wollte,sind die Zeitungen, die Sie in Halle herauszugebenversprechen. Kann ich mich an Sie immediare ad»dreßiren, oder muß ich sie in Minden besorgenlasten ? Ich habe Ihre ^.ÄA lürrersrls noch nichtvon meinem Buchhändler erhalten. Den inliegendenBrief werden Sie wohl an die Addrssfe bestellen.Vsls et taue.
G 2 Gegen-