Briefe
Von dem Herrn Weisse.
H^>i'e schmeichelhaft muß mir nicht die Zuschrift--v-A eines Mannes seyn, der, ncchdcm ich ihnschon lange wgen seiner seltnen Einsicht, wegen sei-ner grossen und weicläuftigen Gelehrsamkeil, wegenseines feinen und geläuterten Geschmacks im Stillenbewundert und hochgeschätzet habe, mir auf die lieb-reichste Art von der Welt seine Freundschaft schenkt!ein so kostbares Geschenk für mich, daß ich es durchnichts, als durch die aufrichtigste Gegenlicbe zu ver?gelten weiß. Ich müßte allen Stolz verlauqnen,wenn ich Ihnen nicht gestehen wollte, daß, als ichm Ihrer schönen Ausgabe des Tyrtaus meiner flüchstigen Muse so rühmlich gedacht fand, ich mir so sehrin Zhrcn Lobsprüchen gefiel, daß ich mehr als einmaldie Feder in die Hand nahm, um Ihnen meine Er«kenntlichkeit schriftlich zu bezeigen. Blos die Furcht,daß ich Sie in Geschäften, die für die Welt zu wichstig sind, alv daß man Sie darinnen stören sollte,unterbrechen möchte, blos diese hielten m'ch zurück.In der That übersteiget die Ehre, die Sie mir dacdurch erwiesen Haben, und die gütige Gesinnung, die