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Briefe
Von dem Herrn von Hagedorn.
Mw. Wohlgeb. lieben mich, wie ich hoffe, mit^ meinen Fehlern. Damit schmeichle ich mir;sonst würde ich mit der spaten Antwort, die ich zueiniger Entschuldigung am lo. oder ll. diesesMonatS ablausen lassen, nicht so lange angestautden, sondern auch in den dunkelsten Tagen de6 ver-flossenen May »Monatö dem einigen Äuge, dessengesunder Gebrauch mir noch übrig geblieben ist,eine kleine Anstrengung zugemuthet haben. AndereZufälle, die Folgen der auöwartS unvermeidlichgewesen heissen Stuben, gehörten eher einem Tissot ,nach dessen Grundsaßen ich gelebt, als einem Geheismenrath Klotz erzählt zu werd?n: Meine Geschäftevermehren sich und zu diesen gesellen sich unnöthigeVerhinderungen, wenn an statt den Donnerstag,welcher zu akademischen Vorfallen ausgesetzt ist,mich zu besuchen, diejenigen Künstler, die sich einandernicht lieben, sich geflissentlich auszuweichen scheinen,andere Tage in der Woche wählen, und oft die besten
D resden den 16. Iunii 176z»
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