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C. C. Tacitus von Deutschlands Lage, Sitten und Völkern : Mit erklärenden Anmerkungen, einigen Ausführungen udn Abhandlungen, und einem geographisch-historischen Wörterbuche / von Johann Heinrich Martin Ernesti, öffentlichem ordentlichem Professor an dem Herzoglichen akademischen Gymnasio Casimiriano zu Coburg
Entstehung
Seite
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ten g) ebendieselbe ist: wilde h) und blaue Augen i);röthliche Haare k), grosse I), und zum Angriff so starke

Kör.

verhaltnißmcrßig kann die Volksmenge verstandenwerden, so weit nämlich, und wo das Land bewohntwar; die Menge der Walder und des Wilds, derSeen und Sümpfe, erlaubte nicht überall den Auf»entbalt der Menschen.

fc) Nicht von allen und jeden versteht eS unser Geschicht-schreiber; es gab auch Unterschiede und Ausnahmen.

d) Worin das Schreckliche der Augen eiaentlich U*stand, hat uns Keiner von den Alten bemerkt. Eiiu«ge meynen, weil ihre Haare über die Stirn hereinhiengen, und unter der Stirn die feurigen Augenhcrvorblitzten.

i) Das Blaue der Augen hatten sie mit den mittennachtlichen Völkern gemein; doch erzählen es bitAlten mehr von den Deutschen. Horaz nennt dieDeutschen deßwegen (<?pod. 16.) das blauäugigeVolk; und beym Ausonius (7tes Edyll) wird zu demdeutschen Gesichte der schönen Schwabin Bissulaauch das blaue Aug gcrechnct.

k) Goldgelbe Haare. Es werden solche den Deutschenals ein sicheres Kennzeichen zugeschrieben, wodurchsie sich von Andern, die nicht Deutsche oder mit ih-neu verwandte Völker waren, unterschieden hatten.Tacitns schließt daher in seiner Lebensbeschreibungdes Agricola (S. eilftes Kax.) aus den gelben Haa-ren fund der Grösse) der.Caledonier im nördliche!;Britannien, daß sie deutschen Ursprungs waren; und

Lucan