Druckschrift 
C. C. Tacitus von Deutschlands Lage, Sitten und Völkern : Mit erklärenden Anmerkungen, einigen Ausführungen udn Abhandlungen, und einem geographisch-historischen Wörterbuche / von Johann Heinrich Martin Ernesti, öffentlichem ordentlichem Professor an dem Herzoglichen akademischen Gymnasio Casimiriano zu Coburg
Entstehung
Seite
44
Einzelbild herunterladen
 

44 j 1 -a ^gx=a 4

gaten z). Auch suchen sie mehr Silber, als Gold;

nicht

Deutschen Spitzfeilen hatten, konnten denn solcheMünzen, wenn sie von den Deutschen angefeilt unddurchgefeilt wurden, und, wenn sie nun acht erkannt,von ihrem Gewichte verloren hatten, von den Deut-schen , und hernach von den Römern, für voll angesnommen werden 1 Zudem nennt Tacitus die Scrra-ten und Bigaten Römisches, und von den Deutschengekanntes Geld; also waren diese Münzen schon da,und wurden nicht erst von den Deutschen zu Serra^ten gemacht. Und würde Tacitus es so verschwiegenhaben, wenn die Deutschen die Münzen beftilt hat.,ten? Die Münze, welche Longolius als eine solche,wie er mcynte, in der angef. Abh. S. 202. in Kupfergestochen darstellt, ist keineswegs abgefeilt, sonderneine gefütterte, und in der Erde von dem Rost <tu&gefressene Münze, dergleichen es viele in Münzsamnplungen giebt.

£) Münzen, worauf eine Biga, d.i. zwey Pferde voreinem Wagen geprägt waren. S. Plinius Nat. Hist.XXXIII. 13. Diese (Consularische) Münzen gehör,ten zu den ältesten: der Betrug war also hier nicht,wie bey den neuen geprägten Münzen, möglich; ergeschah , wenn z. E. kupferne versilbert, oder vergütdet wurden, oder gleich beym Prägen, wenn mandas schlechtere Metall mit einem Silbcrplattchw über«zog, und also prägte.