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Speere (Piken), oder nach ihrer Sprache Pfriemen c),mit einem schmalen , und kurzen, aber cmch so scharfenund brauchbaren Eisen, daß sie mit eben dem Gewehr,wie'ö die Umstände heischen, in der Nahe, und in derFerne streiten 6). Der Reuter selbst begnügt sich mitSchild e) und Pfrieme; das Fußvolk aber verspreitet
auch
dat sie gegen die Erde stemmen, und mit dem Fußezum weiteren Gebrauch erst wieder gerade richtenmußte.
c) Unter den Pfriemen werden keine Schwerdtcr vcr-standen, wie man hier, und aus dem l8ten Kapiteld. B. wo eS heißt, „mit Pfrieme und Degen,"deutlich sieht, sondern lange Stangen, mit einer ei-fernen scharfen Spitze: mit der Pfrieme (und einemSchild,) wurde der Jüngling (Kap. 13. d. 55.) wehr-hast gemacht, und mit dieser unter andereil Gaben(Kap. 18. d. B.) die Braut von ihrem Bräutigambeschenkt; so nothwendig waren sie zum Krieg, weß-wegen sie auch häufig, aber nicht unter dem Namen,tn den Kriegen mit den Deutschen, z. L. in den An-nalen, und Histor. des Tacitus vorkommen.
d) Man konnte sie in der Rahe und in der Weite brau-chen: so bequem waren sie, und leicht bey ihrerLange (Tacit. Annal. I. 64, Dessen Histor. V. 18.),daß man sie vielleicht auch warf, oder zu dem Zweckkürzere hatte.
«) Die Schilde waren länglich (der Gothonen, Lemo-vier und Rügier ihre ausgenommen) und überaus
groß