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C. C. Tacitus von Deutschlands Lage, Sitten und Völkern : Mit erklärenden Anmerkungen, einigen Ausführungen udn Abhandlungen, und einem geographisch-historischen Wörterbuche / von Johann Heinrich Martin Ernesti, öffentlichem ordentlichem Professor an dem Herzoglichen akademischen Gymnasio Casimiriano zu Coburg
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Platze weichen, wenn man nur wieder angreist, wirdbey ihnen mehr für Klugheit *), als, Furchtsamkeit, ge-Halte». Ihre Todten z) tragen sie sort a), auch wenndas Treffen nur zweifelhaft ist. Das Schild in, Stichelassen, ist die größte Schande b). So ein Ehrloserdarf weder bey dem Gottesdienst c), noch in den Volks-Versammlungen d), erscheinen e). Und viel Ueherblie.bcne k) haben ihre Schmach mit dem Strang geendigt.

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*) Kriegslist.

z) Oder eigentlich die Leichname der Ihrigen: dem» sie

standen in der Bataille nach Familien und Flecken.») Wie noch heut zu Tage die Türken und Tatarin

b) Wer sein Schild verlor, konnte sich nicht mehr httdecken und vertheidigen: daher die Schmach. Auchbey andern Völkern, z. E. bey den Grieche», undvornehmlich bey den Lacedamonicrii, war es Schai»de > bey den Deutschen aber die größte.

c) S. von dem Gottesdienst Kap. 9. und 10. d. B.

d) Von den Volksversammlungen S. Kap. 11. 12. und13. d. B. Die deutschen Völker hatten unter sichein kriegerisches Gemeinwesen.

t) Es war eine Art von Excommunication, oder Bann;aber es wird hier nicht gesagt, daß dieses in derGewalt der Priester gestanden habe. S. in dem7ten, l iten und i2ten Kap.d. B- von der Macht derPriester, wie auch des Volks und ihrer Haupter.

f) Die auf diese Weise ihr Leben aus dem Treffen da*von brachten; vergt. Kap. 14. d. B. zu Anfang.