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C. C. Tacitus von Deutschlands Lage, Sitten und Völkern : Mit erklärenden Anmerkungen, einigen Ausführungen udn Abhandlungen, und einem geographisch-historischen Wörterbuche / von Johann Heinrich Martin Ernesti, öffentlichem ordentlichem Professor an dem Herzoglichen akademischen Gymnasio Casimiriano zu Coburg
Entstehung
Seite
78
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und Walder o), und benennen mit Götternameu

das

glyphen der Gottheit simple Sinnbilder. Nachdem GrcgoriuS von Neocasaria gab es bey den @o<thcn noch im dritten Jahrhundert keine Götzen, undvon den Alemannen, einem Hmiptvolke der Deutschen,unter welchen mehrere deutsche Völker begriffen wer«den, berichtet Agathias Scholasticus im sechstenJahrhundert (zwar nicht ausdrücklich) in dem erstenBuch s. Geschichte (E. 5Z6. Grot. Ausg.), daß sienoch lange die unbildliche Religion ihrer Vater beysbehalten hatten.

o) S. z. <?. von den Festlichkeiten und dem Gottesdienstin den Hainen, als ihren Tempeln, Kap. 39. 40.4Z. d. B. Wälder und Haine wurden bey irnse<ren Vorfahren besonders hochgeachtet, und zwaraus verschiedenen Ursachen. Von Wäldern warensie umgeben, sie wohnten in Wäldern; Wälder ge--währten ihnen Schutz vor dem Feinde, auch gegendas Ungemach der Witterung; die fcyerliche Stilleund das Dunkel derselben, die grosse Hohe und derweite Umfang der Baume, alles erweckte Ehrfurcht,Und einen heiligen Schauer. Seneca sagt im 4!stenBriefe:Wenn du ohngefähr in einen Hain kommst,der alte und ausserordentliche hohe Bäume hat, sowird die Höhe der Bäume, die Stille des Orts/und die Bewunderung des im Freyen so dichten undanhaltenden Schattens einen solchen Eindruck aufdich machen, daß du glaubst, eine Gottheit sey gc- .gcnwartigdieß mußten die Deutschen, in und bey

den