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C. C. Tacitus von Deutschlands Lage, Sitten und Völkern : Mit erklärenden Anmerkungen, einigen Ausführungen udn Abhandlungen, und einem geographisch-historischen Wörterbuche / von Johann Heinrich Martin Ernesti, öffentlichem ordentlichem Professor an dem Herzoglichen akademischen Gymnasio Casimiriano zu Coburg
Entstehung
Seite
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Schnauben Acht haben o). Auch fiudet keine Wahr-sagung grösseren Glauben, nicht nur bey dem gemeinenMann, selbst bey den Grossen, bey den Priestern p):denn sich halten sie ni^r für Diener, jene (Rosse) aberfür Vertraute der Götter. Es giebt noch eine andereArt **)' der Wahrsagung, durch die sie den Ausgang

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ttn sich nur Diener der Gottheit zu seyn. Merk--würdig ist, daß nur Eines Priesters gedacht wird.

n) Bey den Völkern, die Könige hatten, der König;bey den übrigen der Fürst, kurz jedesmal Haupterdes Volks. S. Kap. 7. d. B. Not. -.).

0) So wurde bey den Persern Darms Hystaspis durchWiehern seines Pferds zum König der Perser ge-wählt.

p) Mir beucht, Tacitus begreife hier auch die Priesterunter den Grossen: er nennt sie aber besonders, weilsie sonst in diesem Fall ausgeschlossen werden.

**) Tacitus hatte wohl nicht die Absicht, alle 2Mettder Wahrsagung zu beschreiben: von der Wu-rsa-gimg aus der Bewegung und dem Geräusche desWassers < aus Nüssen und Bachen) S. Z. E. Plutarchim Leben des Cäsars ob. angcf. Die Wahrsagerin^ncn, von welchen er im 8tcn Kap. übecl-aupt sagte,daß man ihren AuSsprüchcn folgte/ thaten dieses.