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C. C. Tacitus von Deutschlands Lage, Sitten und Völkern : Mit erklärenden Anmerkungen, einigen Ausführungen udn Abhandlungen, und einem geographisch-historischen Wörterbuche / von Johann Heinrich Martin Ernesti, öffentlichem ordentlichem Professor an dem Herzoglichen akademischen Gymnasio Casimiriano zu Coburg
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82 £===x i 9©e*===»*-$erforschen. Man Unterhalt dergleichen von weißer Far«bei), die noch kein Sterblicher zu seinem Dienst be.rührte, auf gemeine Kosten in eben den Waldern undHainen k); spannt sie *) vor dem heiligen Wagen I),da sie der Priester m), und das Haupt, oder der Fürstdes Volks n) begleiten, und auf ihr Wiehern und

Schnau-

i) Die wcisse Farbe wurde bey den Alten an den Pferdenvorzüglich geschätzt; ia man hielt die wcisse Farbeund die weissen Pferde für heilig. S. in der OllaPotrida N0.4. den Aufsatz: die weissen Pferde.

k) 3n den (S. 9tcs Kap. Not. 0) d. 95.) erwähnten,d. i. in den geweihten oder geheiligten Waldern undHainen.

*) Man sahe, wie Herr HR. Gattercr bemerkt, auf dieHieroglyphe vom Sonnenwagen: so waren die ge<heiligten Sonnenpferde bey den Persern (S. z.B.Justinus 1.10.) von weiss« Farbe.

1) Von dem heiligen Wagen, wenn auch teuer, der Her<tha geweiht, nicht derselbe wäre, S. Kap. 40. d.B.

in) Hier der Priester vor dem König, oder dem StammsHaupt? Denn die Stellung ist nicht von ohngefahr.Aber nur bey heiligen Sachen dünkt mir, nur beygottesdienstlichen Handlungen, hatte er den Vorzug.Tacitus sagt auch im Folgenden: die Priester dünk-

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