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C. C. Tacitus von Deutschlands Lage, Sitten und Völkern : Mit erklärenden Anmerkungen, einigen Ausführungen udn Abhandlungen, und einem geographisch-historischen Wörterbuche / von Johann Heinrich Martin Ernesti, öffentlichem ordentlichem Professor an dem Herzoglichen akademischen Gymnasio Casimiriano zu Coburg
Entstehung
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vor den Oberen verhandelt wird 5). Sie kommen,wenn nicht etwas von ohngefähr und plöhlich vorfällt,pn bestimmten Tagen g) beym Neu- oder Vollmondzusammen: denn zu Unternehmungen hält man dießfür. den glücklichsten Zeitpunct h). Sie rechnen auch

. nicht

f) Häupter unb Richter konnten und mußten erst ge»mcinschaftlich überlegen, was vorgetragen und desrathschlagt werden sollte,

g) Unter den Franken. Anfanglich im Anfange desMarz, nach König Pipins Verordnimg aber, vomIahr7Z5 am ersten May, oder Walpuegistage:wie es scheint, des Jahrs nur Einmal, nach derSituation der Deutschen. Hier ist der Grund zusuchen, warum noch ietzt zu Walpurgis Vertrage,Contracte u. s. w. geschlossen werden, und man biSdahin zu rechnen pflegt.

d) S. Kap. 8. d. B. Not. f) das Beyspiel in Anse-hung des Ariovists aus dem Cäsar und Plutarch, Die Beobachtung des neuen und vollen Lichts unterunserem gemeinen Volke ist ein Rest von diesemAberglauben,

j) Von dieser orientalischen Gewohnheit, die nun auchunsere Torfahren, wie die Galler (S. Cäsar G. K,VI. i8.) hatten, sind noch deutliche'Spuren undUeberbleibsel vorhanden, /,Noch, sagt Hr. O. An-ton, zahlen einige Germanische Zweige darnach, undvor wenigen Jahrhunderten sprach auch der Deut!»sche: noch üben vierzeden Nacht, bis irgend einFusgk ihn falsch rechnen, lehrtet Daher auch di«