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nicht nach Tagen, wie wir, sondern nach Nachten i).
So wird verabredet; so (die Zeit) anberahmt k).
Ihnen scheint die Nacht vor dem Tage herzugehen I).
Ein Fehler der Freyheit m) ist es, daß sie nicht zu-
gleich, oder wie befehligt, sich einfinden n), sondern
F 4 daßBenennungen Fastnachten, Weihnachten: daher beyden Englandern, die ia von den Angelsachsen her-stammen, (sennight) acht Nachte, (fortnight) vier-»zehn Nächte, so viel als acht Tage, vierzehn Tage.
fc) „So thaidingen sie," übersetzt Hr. Anton, indem erden Nöinischcn Rechtsausdruck mit einem deutschengerichtlichen Worte vertauscht. Aber sagt er nichtauch, daß sie nach Nachten bestimmen, wenn ausser--ordentliche Landtage, Versammlungen der Edlen undandere öffentliche Handlungen u. s. w. geschehen sol»lcn ? — Hier ist die sachsische Frist in ihrem Ursprung.
I) Daß man also die Nacht zuerst zahlen müsse: derLandtag nahm auch bey grauem Morgen seinen An--fang.
«0 Ihre Freyheit war sehr groß und uneingeschränkt;daher viele gute und schlimme Folgen.
n) Als ein freyes Volk binden sie sich nicht an die be*stimmte Zeit, weder in den gewöhnlichen, noch aus--- serordentlichen Versammlungen. Jeder kam nachseinem Belieben, und wie er konnte, damit es nichtschiene, als wäre er, weil er müßte, oder auf Ge--heiß, gekommen. Ucberatt zeigte der Deutsche seinenFtt.?hei!sstnn.