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C. C. Tacitus von Deutschlands Lage, Sitten und Völkern : Mit erklärenden Anmerkungen, einigen Ausführungen udn Abhandlungen, und einem geographisch-historischen Wörterbuche / von Johann Heinrich Martin Ernesti, öffentlichem ordentlichem Professor an dem Herzoglichen akademischen Gymnasio Casimiriano zu Coburg
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des n). Die Mittel zu dem Aufwand schasst Krieg undRaub o). Man kann sie nicht so leicht bereden, dasjand zu bauen, und die Äerndte zu erwarten p), alsFeinde herauszufordern, und Wunden zu erwerben.

Es

rcn der gehen, ob gleich Gibbon gegen den Moiutesquicu 'bemerkt, daß Bedingungen dieser Art widerdie Grundsätze der alten Deutschen gewesen waren,indem sie gegenseitige Geschenke liebten, ol?ne dadurchzn verpflichten, oder verpflichtet zu werden.

) Kaiser Karl der Grosse bestimmte zuerst einen Sold:vorher unterhielten sich die Kricgsleuic selbst. DieGefährten bekamen ausser der freyen Tafel auch einenTheil der Beute.

v) Raüb im fremden Gebiet war gewöhnlich, und keineSchaiive, S- Cäsars G. K. VI. 23. Man hieltöffcumche Nauber-üge, und glaubte, daß durch siejunge Leute geübt, und gegen Müßiggang verwahrtwürden.

x>) Es gilt zwar, was Tacitus hier sagt, von den altenDcuischen überhaupt, und die Westphalinger sindihnen getreu geblieben; aber es scheinen doch cigent-lich und besonders die Edlen und ihr Gefolge g«mcynt zu seyn. Sie, kriegerischer als andere frey«gebornc Deutsche, begehrten und suchten nichts mehr,als Krieg, gegen den sie alles andere verachteten:selbst der Ackerbau empfand es, der nicht mir durchVerheerungen in dem Kriegsschauplatze, sondern auchdaheim, waS ihrem eigenen Theil betraf, bey dem

Mangel