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C. C. Tacitus von Deutschlands Lage, Sitten und Völkern : Mit erklärenden Anmerkungen, einigen Ausführungen udn Abhandlungen, und einem geographisch-historischen Wörterbuche / von Johann Heinrich Martin Ernesti, öffentlichem ordentlichem Professor an dem Herzoglichen akademischen Gymnasio Casimiriano zu Coburg
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103
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Ruhe diesem Geschlechte unangenehm ist k), sie leichterin Gefahren berühmt werden, und ein grosses Gefolgenur durch Gewalt lind Krieg unterhalten werden kann g).Sie fordern nun von der Freygebigkeit ihres Führers h)das Streitroß i), und die blutige Siegerpfrieme 1c).Kost und Mahle I), wenn gleich nicht köstlich m),doch im Ueberfluß, sind ihnen **) statt des Sol.

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jungen Solme der Edlen. Der Adel war auch derkriegerischeste Theil der Nation.

g) Das Haupt, oder der Her;og sorgte für den Unter-halt seines Gefolges; aber nicht, wie in Friedens«Zeiten, in dem Kriege zur gemeinsamen Vertheidigung,oder den« Landaufgcbot: da diente Jeder bey seinereigenen Kost.

h) Nicht des Führers, dem sie itzt folgen, sondern deS<ienigen, dem sie zugehörcn.

i) Pferde, die im Kriege gedient haben, zu Krieg und

Strapatzen geschickt sind,k) Pfriemen , mit welchen in blutigen Schlachten Feindeerlegt wurden.

1) Von Gastmahlern waren die Deutschen grosse Freunde,und Herzoge gaben sie .oft ihrem Gefolge. Auch inAnsehung der freyen Tafel und Schmause ist diesesGefolge den gedachten Soldunern ahnlich: Cäsar sagt am angcf. O.: sie gemessen mit denen, welchen sieergeben sind, alle Bequemlichkeiten im Leben.

m) Nach dem Geschmack der leckeren Römer, vergl. Kap.2z.d.B.

**) Hier bey dem Gefolge findet man die ersten Spu»

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