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C. C. Tacitus von Deutschlands Lage, Sitten und Völkern : Mit erklärenden Anmerkungen, einigen Ausführungen udn Abhandlungen, und einem geographisch-historischen Wörterbuche / von Johann Heinrich Martin Ernesti, öffentlichem ordentlichem Professor an dem Herzoglichen akademischen Gymnasio Casimiriano zu Coburg
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102
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zu erhalten suchen, selbst eigene Heldenthaten ihm zumRuhm beylegen, ist ihr vorzügliches Angclöbniß d).Die Anführer streiten für den Sieg, die Gefährten fürihren Anführer. Wird ein Volk, unter welchen mangeboren ist, im langen Frieden und durch Suche unthä-tig; so begeben sich freywillig *) die meisten jungenEdlen e) zu Völkern, die eben Krieg führen, weil

Ruhe

der Römer gerathen wäre, hatten gefangen nehmenlassen, indem sie es für eine Schande gehalten, nachihrem Könige noch zu leben. Und Cascir schreibt vonden Solduriern,-welchen unser Gefolge so sehr ahn«lich ist (G. K.HI 22.): daß sie, wenn der, welchensie sich gewidmet haben, gctödtet wurde, sich entwedereben dem Schicksal unterwerfen, oder sich selbsttodten mußten; er setzt hinzu, daß sich noch Keiner der Ergebenen ie geweigert Härte, nach der Crmor,dung ihres Führers auch den Tod zu sterben.

4") Sie hatten sich gleichsam dazu verschworen,

*) Nicht erst durch Gesandte erbeten.

«) Die meisten. Nicht nur das Haupt , oder der Fürstdc6 Volks, auch die Häupter der Districte,^ oder Vor-sicher der Gauen, hatten wahrscheinlich ihr Gefolge;und von diesen begab sich der größte Theil der edlenJünglinge zu kriegführenden Völkern.

f) Sie haßten die Ruhe und den Frieden (vergl. Kap. iz.Not. d) und Kap. iz- d. B.) da aller freyen DeutschenHauptncigung die Neigung zum Krieg war, und K'riegder einzige Wunsch, die einzige Bcschafftigung der

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