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C. C. Tacitus von Deutschlands Lage, Sitten und Völkern : Mit erklärenden Anmerkungen, einigen Ausführungen udn Abhandlungen, und einem geographisch-historischen Wörterbuche / von Johann Heinrich Martin Ernesti, öffentlichem ordentlichem Professor an dem Herzoglichen akademischen Gymnasio Casimiriano zu Coburg
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113
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$-»==3<9föe*==--* l5ZFeld, ein Gehölze gefallt c). Ihre Flecken legen sienicht an, wie wir d), daß die Gebäude in Reihen zu»sammenhiengen e). Jeder umgiebt sein Haus f) mit

einem

haben- Jeder scheint sich im Anfange so viel g«nommcn zu haben, als er hat nöthig gehabt, undgewinnen können, da wo ihm ein Bach, Gehölz,oder Feld gefallen.

c) Daher kommt es, daß alte Dörfer > auch Städte undFlecken sich auf Born, Feld, Wald und Haiu endi»gen, z. E. Eichelborn (im Weimarischen), Pfuhls-born (im Chursachsischen Thüringen), Frauemvald(in Thüringen), -Ziegenhain (int Weimarischen). Diesogenannten Wüstungen in Franken haben damitgrosse Aehltlichkeit.

d) Sie unterscheiden sich von den Städten (Nach rönii-schem Begriffe) nur dadurch, daß sie keine Mauernhatten. Bey den Deulschen aber waren es schonFlecken, wenn mehrere WohriungeA in Gemeinschafftund in der Nahe beysannuen lagen, gleich den meislenlangen Dörfern in Schlesien , die ohne Verbin-dung gebaut sind.

e) Perijonius sagt: man sabe dieß noch itzt in einigenFlecken Frieslandes, und vorzüglich in Molkveren,wo die Hauser so zerstreut liegen, deren Bewohnernoch die alte frieslandische Sprache reden.

f) Oder besser Hütte, auch Baracke, aber doch wohlmit einigeln Unterschied, was die Edlen betraf, ineh-rentheils von Bäumen, z. E. von Eichenstammen undmit Stroh und Rasen bedeckt, vielleicht auch, wie

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