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C. C. Tacitus von Deutschlands Lage, Sitten und Völkern : Mit erklärenden Anmerkungen, einigen Ausführungen udn Abhandlungen, und einem geographisch-historischen Wörterbuche / von Johann Heinrich Martin Ernesti, öffentlichem ordentlichem Professor an dem Herzoglichen akademischen Gymnasio Casimiriano zu Coburg
Entstehung
Seite
156
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Feldranme erleichtern die Theilung. Sie wechseln mitdem Saatlande um; und es bleibt noch Feld liegen,denn man wetteifert nicht im Fleiße mit der Frucht-barkcit und Weitläuftigkeit des Bodens , daß manBaumgärten anlegte, Wiesen absonderte, und Gar--ten wasserte e). Nur Getraide bauen sie. Daher sieauch das Jahr nicht in so viele Zeiten theilen. Vondem Winter, Frühling und Sommer haben sie Be-griffe und Worte: aber den Namen des Herbsts ken,mn sie so wenig, als seine Güter f),

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andern Ilmwechsclung die Rede seyn, wenn Tacitus mit sich bcstchcn soll, als von den Frnchtftldcrn,die man jährlich, wenn sie getragen haben, mit an-deren, liegen gebliebenen vertauschte, und von derVer'hcilung, die dann von den Landeigenthümcrnzur Bearbeitung dieser Felder geschah. Färstcn undVorsteher mögen auch noch, wie zur Zeit des Ca<sars, dabei) ihr richterliches Amt geführt, und nachBeschaffenheit der Umstände, neues Land (das über-flüßig vorbanden war) angewiesen haben.

0 Weil nur Weiber, Alte und Sclaven das Geschäftedes Feldbaues besorgten. Mit Recht sagt daherCäsar (G. Kr. VI. 29.), daß sich nur wenige Ger»mancr auf den Feldbau legten. Vergl. iztes Kap.Not. **) d. 55.

O Den Herbst hatten sie wohl aus astronomischenGründen ; aber wegen des Mangels seiner Gaben

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