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C. C. Tacitus von Deutschlands Lage, Sitten und Völkern : Mit erklärenden Anmerkungen, einigen Ausführungen udn Abhandlungen, und einem geographisch-historischen Wörterbuche / von Johann Heinrich Martin Ernesti, öffentlichem ordentlichem Professor an dem Herzoglichen akademischen Gymnasio Casimiriano zu Coburg
Entstehung
Seite
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des Reichs i) Ehrfurcht verbreitet. So haben sie Sitzund jand auf ihrem Uftr k); aber Gesinnung und Muthfür uns. Im Uebrigen sind sie wie die Bataver, ausserdaß selbst Boden und Ciima sie zum Streit noch mu-thiger macht. Zu den Germanischen Völkern möchteich die Decumatifchen landereyen I) nicht zählen, wennsie gleich jenfeit des Rheins und der Donau sich nie-dergelassen haben. Gallisches Volk, leichtsinnig unddurch Armuth verwegen, bemächtigte sich des Landes,da6 noch keinen gewissen Besitzer hatte m). Nunwerden sie nach gezogener Gränze und fortgerückterBefaHung n) für Vorland des Reichs, und für einenTheil der Provinz o) gehalten. -

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i 3 Drey.

,) Auch über die Donau, nicht nur über den Rhein, k) Am Rhcinuftr, und zwar ostwärts.1) S. Wörterbuch.

m) n) Herr HR. Satterer mcynt ( S. Einlcit. in diesynchronist. Univ. S. 786. folg.), daß der erste leereStrich für Decuinatischc Landercycn zwischen der Lahn und dem Mann, wo vormals die Ubier gewohnt,und dann wieder eine neue Leere entstanden sey,Nachdem Traian durch neue Eroberungen den Cor-don in Germanien weiter fortgerückt habe.

v) dlad) Herrn HR. Gatterer ebendas. Belgica, nichtRaticu.