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Ein und dveyslgsies Kapitel.
Von Tapferkeitstrieben und Aufforderunsgen bey den Aatten.
^VT^as bey andern Gerinanern tw hie und da ge- schscht, nachdem Einer Muth hat; das ist beyden Catten allgemein eingeführ»: So bald sie (nam-sich) zu mannbaren Iahren kommen, lassen sie Haareund Bart wachsen, und .egen die Gesichtötracht, derTapferkeit gelobt lind -erpflichtet, nicht eher ab, alsbis sie einen Feind enegt haben a). Auf Blutvergießenund Beute bloße»' sie die Stirn b), und nur dann erstglauben sie, d»' Preis des Lebens zu erhalten, des Va-terlandes ui-0 ihrer Aeltern würdig zu seyn. Die nichtkämpfen und keine Thaten thun, behalten die wüste(häßliche) Gestalt c). Die tapfersten tragen noch über.
a) Ein besonderes Beyspiel haben wir an dem Civilis, .dem berühmten Heerführer der Bataver; und esheist da ausdrücklich, wo es Tacitus (Histor.lV. 61.)erzahlt: er habe nach Gewohnheit seiner Lands-lcutc ein Gelübde gethan, seine röthlichcn Haarewachsen zu lassen, und sie erst nach der Niederlageder Legionen abgeschnitten.
b) Echeercn Bart und Haare ab.
c) Zur Strafe.
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