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C. C. Tacitus von Deutschlands Lage, Sitten und Völkern : Mit erklärenden Anmerkungen, einigen Ausführungen udn Abhandlungen, und einem geographisch-historischen Wörterbuche / von Johann Heinrich Martin Ernesti, öffentlichem ordentlichem Professor an dem Herzoglichen akademischen Gymnasio Casimiriano zu Coburg
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Seite
183
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Acht und dreysigstes Kapitel.

Von den Sweven.

UN komm ich auf die Sweven a), die nicht, wieCatten b) und Tencterer, aus Einem Volköstam-me bestehen; denn sie behaupten von Germanien den

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Strciftreycn in Großdcutschland unternommen ha-bcn , das sich immer frey und unabhängig erhaltenhat; daß die Römer durch die großen Niederlagendes Varus und Lollius von den Deutschen nach-drückiich zurück gewiesen worden, und nie einen fc-stcn Fuß auf der nördlichen Seite des Rheins undder Donau fassen können, welche Flüsse in Westenimmer die Gränzen und das Rou plus ultra des Römj-sehen Reichs geblieben, wie der Euphrat in Osten,a) b) Von den Sweven, diesem uralten (S. ob. Kap. 2.)Hauptstammc, S. ausführt. Nachrichten im Wör-tcrbuche. Nur dieses merke ich hier an: Als tatcitus schrieb, gab es keine Sweven an dem Rhein ,oder bis an diesem Strom; auch der berühmteSwevischc Bund war langst sehr geschwächt undgetrennt worden, und die Chatten, zur Zeit desCäsars, das Hauptvolk der Sweven (er unterscheiddct nur die übrigen Völker, welche zum Sweven-bund eigentlich gehörten, von den Chatten, seinenSweven, als Anhang), sindnochher (nicht mehr Swe-vcn) mir imter diesem ihren besondern Minnen bekannt.