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C. C. Tacitus von Deutschlands Lage, Sitten und Völkern : Mit erklärenden Anmerkungen, einigen Ausführungen udn Abhandlungen, und einem geographisch-historischen Wörterbuche / von Johann Heinrich Martin Ernesti, öffentlichem ordentlichem Professor an dem Herzoglichen akademischen Gymnasio Casimiriano zu Coburg
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190 ! =3<#$g>e==-s>unter den Germanern allein nicht bloß am Ufer *), sM,dem auch mitten im iande d), und in dem ansehnlichstenPflanzorte der Provinz Rätien e) mit uns handeln dür-fen. Frey und ohne Wache f ) kommen sie herüber;und da wir andern Völken nur unsere Waffen und jagersehen lassen, haben wir diesen, nicht lüsternen Leuten **),Häuser und iandsche geöffnet. Bey den Hermundureruentspringt die Elbe g), ein vormahls ***) berühmt undbekannt gewesener Fluß: itzt hört man ihn nur nennen h).

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5) Der Donau .

d) Andere Deutsche durften nur am Rhcinufcr mit denRömern Handel treiben.

e) Augsburg.

f) Kein Deutscher durste für sich in's romische Gebiet;wer die Erlaubniß bekam, erhielt eine Wache, undmußte sich zuvor entwaffnen. S. Tacit. Histor. IV.64. folg.

**) Da wir versichert sind, daß sie keine Begierde dar-nach haben, und uns treu bleiben.

g) Auf dem Ricsengebirgc: bis hicher muß sich demnachdas Gebiet der Hermundurcr zur Feit des Tacitus erstreckt haben. S. Hermundurcr im Wörterbuche.

***) Untcr August und Tibcrius.

h) Itzt heißl's nur: Der Elbstrom. Daher auch Ta-citus nichts von den Völkern weiß, die um die Elbeoder an der Nordseite wohnten, und dem Strom nichtin der Beschreibung des nordlichen Germaniens fol$u