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C. C. Tacitus von Deutschlands Lage, Sitten und Völkern : Mit erklärenden Anmerkungen, einigen Ausführungen udn Abhandlungen, und einem geographisch-historischen Wörterbuche / von Johann Heinrich Martin Ernesti, öffentlichem ordentlichem Professor an dem Herzoglichen akademischen Gymnasio Casimiriano zu Coburg
Entstehung
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206
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Heyrathen orten sie auch etwas nach Art der Sarmateraus. Die Veneden haben viel c) von ihnen d) ange«nonimen: denn alles, was zwischen den Peucinei, undFennen sich in Wälder und Gebirge hinauf zieht, durch-rauben sie. V-an zahlt sie aber lieber zu den Gcrma-nerne), weil sie Häuser bauen, Schilde führen, undein geübtes schnelles Fußvolk haben; welches alles vonden auf Wagen und zu Pferde lebenden Sarmatern f )verschieden ist. Die Fennen sind ausserordentlich wild>und häßlich arm; ohne Waffen*), Kleider und Hau«scr: zur Speise Krauter, zur Kleidung Felle, die Erdeihr Lager. Sie verlassen sich allein auf ihre Pfeile, diösie auö Mange! an Eifen mit Knochen spitzen g). Wei«

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c) Die Veneden viel, die Peucinen nur wenig.

d) Von den Sarmatern.

e) Tacitus irrt; aber aus Gründen, die nur für unskein Gewicht haben. Sie gehören sicher nicht zuden Germanern. S. (Clüvers Germ. S. 68i. folg.vielmehr zu den Sarmatern.

H Vcrgl. Justin. II. 2. Tacit. Histor. I. 79. Mela ll. i.

*) Schon in dieser Rücksicht durchaus keine Deutschen.

g) Noch heut zu Tage werden die Pfeile, womit Her-mcline und Zobel geschossen werden, mit Knochewoder Fischgräten gespitzt.