Der Historiker baute sich ein Kewebe von öiltgerma«Nischen Sitten; einer so, der andere anders, piiniue,Srrabo. Cäsar nannte vielleicht ein Germanisches Volk;TacituS nicht — wer's entgelten mußte, war dieser. Wareine Möglichkeit da; Tacitus wurde geändert: wenn nicht;seine Unwissenheit laut getadelt. Bald hielt er die Ger«manen für Viclgöttcr, bald für Atheisten, bald für süß«schwärmende Anhänger der natürlichen Religion. Nirgendsaber that er recht. Der Grammatiker fand eine Redens«art nicht gut, oder verstand nicht deutschen Sinn. — Erwarf sie über den Haufen, und oft mit ihr das ältesteDenkmal Germanischer Sitten .
Entfernte Winke; wie oft giebt sie nicht dieser vor«trefliche Schriftsteller. Dank sey seiner Asche. Weirlauf«tig schreiben, ist nicht eben Schönheit. Ernst ist d s Hi-storikers; Prunk des Dichters. Aber diese Winke mußman nicht vorüberlassen; man folge ihnen, und der dicksteNebel müßte die Spur in TbraejWe , ScvrKiscke oderCeltische Viclbedcutheit hüllen — sonst findet man siehaften.
II.
Vorzüglich gab's irgend ein Dämon allen Lesern desTacitus ein, sich und ihre Nachbarn um die Absicht dessel«den, bey seinem Buche über Germanien zu fragen, unddann — ihre unvorgreifliche Meinung vorzulegen.
Das Resultat dieser Untersuchung hat viel auf sich —denn wie die Absicht, so der Vortrag und Ausführung.Ansehli und Glaubwürdigkeit, alles hangt davon ab.
Viele