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C. C. Tacitus von Deutschlands Lage, Sitten und Völkern : Mit erklärenden Anmerkungen, einigen Ausführungen udn Abhandlungen, und einem geographisch-historischen Wörterbuche / von Johann Heinrich Martin Ernesti, öffentlichem ordentlichem Professor an dem Herzoglichen akademischen Gymnasio Casimiriano zu Coburg
Entstehung
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Ich finde drey vortrefliche Eigenschaften an ihm, diejeder, der nicht Vorurtheile besizt, einräumen wird.

Seine Präcision, seine mannliche ungeschmücktcSchreibart, wo jedes Wort mit Nachdruck gesagt, jedesgenau abgewogen wurde welche Ehrfurcht verdient sie!Wenig Worte, aber viel Inhalt. Welche Mühe aber hatein Uebersetzcr!

Seine Aufrichtigkeit verdient Bewunderung. Nichtzu Gunsten der Römer, nicht aus Vorliebe gegen die Na»tion, die er beschrieb 16), entwarf er seine Nachrichten,deckte die gemeinsamen Fehler auf, und scheute sich nicht,einem Iabrbunderte, das im höchsten Grade verderbt war,die bittersten Wahrheiten zu sagen.

Seine Ordnung muß uns ;«m Beyspiele dienen.Diese Ordnung ist sein vorzüglicher Character. fLavntev bc*schreibe mir ihn. Findet er nicht in seinen Gcsichtszügen einebis zum Eigensinne getriebene Ordnung, so war die Copieschlecht, oder Physiognomistik gieng irre ? Diese Ordnungs-liebe findet sich in Ausdrücken, in Stellung der Perioden,im Fortschritte des ganzen Plans, kurz vom Anfangbis zum Ende. Wie gesagt; fand ich eine Stelle, die nichtzusammen hienge entweder ich verstände sie nicht, oderder Text wäre verdorben.

V. Sein

i6) Ein leichter Fehler, in den Viele fallen. Hollwell smnm?letc Nachrichten von Hindostan und Bengnlcn, u.id ist sofür die Hinduh's eingenommen, daß man glauben sollte,er bekenne sich zu ihrer Religion.