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C. C. Tacitus von Deutschlands Lage, Sitten und Völkern : Mit erklärenden Anmerkungen, einigen Ausführungen udn Abhandlungen, und einem geographisch-historischen Wörterbuche / von Johann Heinrich Martin Ernesti, öffentlichem ordentlichem Professor an dem Herzoglichen akademischen Gymnasio Casimiriano zu Coburg
Entstehung
Seite
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Ist je etwas Gutes oder Wahrhaftes über Tacitus gesagt worden, so ist's gewiß folgende Stelle bey HerrnScklöyer 17 :Was konnte Taciruc', ohne inspirirt zuwerden, wahrscheinlicher Weise wissen? Wie weit warendamals die Römer in ihren Eroberungen und Secfahrteilgekommen? Keinen Schritt vorwärts als zu pliniugZeiten; ja eher rückwärts. Folglich hat Tacitus alleS,was er vom innern Germanien und noch fernern Nordenschreibt, vom Hörensagen; und zwar nicht einmal aus der 'zweyten Hand, denn er selbst war nie in Deutschland gcwe-sen. Aus diesem Gesichtspunkte muß der Geschichtsschrci«her beurtheilt werden. Tacitus verlichrt nichts dabey, etbleibt immer, wenigstens nach meinem Gefühl, der größteGeschichtschreiber, den je Natur und Kunst mit vereintenKräften gebildet. Irret er, so hat sein Zeuge die Schuld;er prvtocollirte nur, was eine aufgeklarte Nachwelt beymehrcrm Vorrat!) geographischer Kenntnisse prüfen sollte.So beucht mich, hören alle Disputen auf, die von je hecüber die Glaubwürdigkeit des Tacirus geführct worden/'

Co weit Herr Schlöyer. Daß ich hiermit noch dasverbinde, was Robertson, dieser vortreffliche Geschichteschreibet, vom Tacituo sagt 18):Lacitus und Cäsar waren vielleicht vor allen am Meisten fähig. die Germanenmit tiefer Einsicht ;u bemerken, und mit Nachdruck undWahrheit vorzustellen. ~ Sie sind die kostbarsten und

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*?j Allgem. Nord. Gesch. S.147.n) Geschichte der Regierung Kaiser Karl bc$V. zttn AuSga,h? h ©.im-^jss»