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und noch andere schweiften ohne Anführer, ohne Oberhaupt,ohne Zucht und Ordnung hemm. Aber ander die Monar«chie gieng in den Despotismus über, noch gründete sich dieErbfolge dcS Fürsiennuls anders, als auf die Liebe zur Be-schützung der Freyheit. Die alten Schristseeilec bezeugen estjnmüthig, daß die Wahlfahigtcit der Fürsten in dem altenDeutschlande, auf der Befchützüng der Freyheit, und zurGewißheit derselben auf einer allen bekannten bewiesenen Ta«pferkeit beruhcte. Immer sahen sie darauf, daß die Frey-heit in ihrem Rechte bliebe.
Eben so gieng es auch mit der Wahl eines Feldherrn.Cm Feldherr, der sie anführen sollte, um entweder einemeinbrechenden Feinde entgegen zu gehen, oder selbst einenKrieg anzufangen, schreibt Cäsar, mußtc.dic deutlichsten Pro-den von seiner Tapferkeit abgeleget haben, und diese mußtenhinlänglich bekannt seyn, ehe seine Wahl allgemein bestätigetwerden konnte. Die Losung des Beyfalls war der Klang derWaffen, und das Mißfallen ein verzerrtes Gesicht. Im er-stcn Fall übergaben sie ihm die Macht über Leben und Todim Kriege, die aber sogluch mit dem Ende desselben wiederaufhörte. Sie folgten willig seiner Fahne, und alle Schreck«nisse des Krieges hatten nichts FürchteMicheS für sie. DieVertheidigung der Freyheit entstammte ihre Gemüther.
Die Verschiedenheit der Regierungsformen, die sichschon damals in Deutschland aufgecban hatten, machte« daßdie Verhältnisse der Deutschen, unter und gegen einanderauch verschieden waren. Eittige Eiamnie hatten sich vonihrem Lande ganz losgerissen, und imier römischen Schutzbegeben. Sie wurden Colonicn der Römer. Andere, diean den Gränzen des RömMcn Reichs, und an denen zueSchiffahrt und Hand!u!?g gelegenen Flüssen wohnten, legten
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