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zu izedenken, daß die nachfolgenden Zeiten seinen Schluß aufallcWeift bereits hinlänglich widerlegt haben, so istdicMcngeder Schwcrdtcr, die die Deutschen in ihren Kriegen ebenfallsbrauchten, ja die Menge der Spicsse selbst, bey einem sozahlreichen Volke, ein redender Beweiß für das Gegentheil.$&0 liebten die Deutschen wohl mehr, als ihre Waffen?Und wie viel waren deren nicht in einer Familie beysammen?Ich bin sogar geneigt zu glauben, daß sie auch andere Metall-gruben gewußt und genutzt, und selbst Gold und Silber gc-sannt, aber den Werth desselben größtentheils nicht geachtethaben. Meine Beweise stehen im TacituS, Florus 4- B.K. 12. im V. Warncfried de gest. Longob. l. z. c. 6. undandern.
Doch wieder auf meinen Vorwurf zu kommen, so habeich noch einen Bcwciß, daß die Bcschützung der Freyheitdurch die Tapferkeit, der einzige Gegenstand verdeutschenVerfassung war. Jede große Völkerschaft sonderte sich wie»der in kleinere Dorffchaften oder Gemeinheiten ab, denengewisse Zcntgrafen vsrgefttzt waren. Tacitus erzahlt ihrenUrsprung Kap. 6. Ich merke nur das daraus an, daß auSjeder Gemeinheit die stärksten und tapfersten, an der Fahlhundert, ausgchoben, und im Kriege vor die Schtachtord-nung hingestellt wurden. Daher hießen sie die Hundert-n?änn>r, oder Fentgravcn. Dieser ZahZname wurde her-nach ein Ehrcntitul, und Zentgrafen hießen alle diejenigen,die den Fürsten begleiteten. Die Würde und das Ansehender Fürsten beruhete ganz auf diesen Grafen. Es gab so-gar eine gewisse Eifersucht des Ranges unter ihnen, undjeder bemühete sich des Fürsten Gunst vorzüglich zu besitzen.Da aber diese Gunst nur durch Tapferkeit erlangt werdenkonnte, so war der Krieg das einzige Mittel dazu. Des--
wegen