?6 *-~=^<^»r^c==--$
wcgcn giengen sie bey ihren Nachbarn in den Krieg, wen»ihre eigenen Fürsten keinen zu führen hatten. Und nunhöre man die ganze Starke des Beweises. „Es war eine„ Schande sich von den Fürsten in der Tapferkeit übcrwin-„.den zu lassen, und ehrlos und infam, mit dem Leben t>a<-„ von zu kommen, wenn der Fürst geblieben war. Der Fürst„föchte für den Sieg, und die Grafen für den Fürsten. "Folglich war der Ruhm der Tapferkeit und die Liebe zurFreyheit die Seele ihres Landes.
Die Religion selbst, die sie sich geformt hatten, führtesie dazu hin. Bey ihnen hatte sie keine andere Absicht, alsden Muth der Krieger zu begeistern, und Aussprüche überden Ausgang des Krieges zu thun. Die Lieder, die sie demTuisto, Mann und dem Hercules zu Ehren abfungen, warenlauter Ermunterungen zur Tapferkeit. Die Gestalt ih.crReligion war wild und voller Grausen, wie ihr Mmb undihr Aussehen. Die Mittel, deren sie sich bedienten, denAusgang des Krieges zu erfahren, waren die Wünschelru»che, das Würfelspiel, das Wichern eines weissen Pferdesaus dem Duisburger Wald, und der Flug oder das Gc-schrey der Vogel. Hierauf zu merken, das war keine Be-schafligung für eine altdeutsche ober inannliche Seele. Sieließen die ganze Verrichtung der gottesdienstlichcn Hand-,hingen den Weibern über. Nicht darum, wie man insge-^mein glaubt, weil sie die Weiber vorzüglich liebten, und znden wichtigsten Berathschlagungen mit zogen , sondern weilsie der List und Bestückung vorzugsweise ergeben und vorallen am geschicktesten waren, die alte Sage von einemihnen beywohnenden Geiste der Endorischcn Wahrsagcrcygeheimnißvoll und verschmitzt zu bestätigen. In diesen.Verstände waren unsere Vorfahren lauter Esprit forts.
Sie