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infames, die mit bofcn Geschwüren behaftet, lind mit?Krankbeitm beladen waren, daß sie andern zuin Abscheuwurden; alle dkse dreyerley Art Leute waren dem Staatenichts nütze. Sie waren angefressene Glieder, und muß-ten hinweg geschafft werden. Man versenkte sie in pnbicund Moraste, und bedeckte sie mit Stroh, weil, wie Ta»ritus das Urtheil unserer Vorfahren anführt, die Lasterzwar öffentlich könnten bestrast, aber die Schande selbstmüsse verborgen gehalten werden. Wenn die Knabenliebe ,»der Sodomiterey ein Eigenthum heroischer Völker ware>und die cörpori« infam» zeigte diese Sünde an, warumstünde sie denn in der Gesellschaft mit der igÜavia undimbecilliias'i Und wenn sie, die eorporis iiiftmia, ganzetwas anders, als eine böse Krankheit gewesen, warumwurde denn der versenkte Körper noch mit Hürden bedeckt?Ist denn an einem solchen Sünder, die Sünde selbst ab-gedruckt 1
Die Krankheit habe min bestanden, worin sie wolle/so bin ich der Meinung, daß die damit behafteten, sie ii>ihrem Lande nicht bekommen haben. Sie hatten sie auSItalien nach Deutschland verschleppt. Hier war sie eineunerhörte, ungesehene Krankheit, eine Pest des Landes,und die Deutschen eilten, das Uebel auszurotten, damites nicht weiter um sich greife. Meine Beweisstelle, dieick für Classisch halte, steht beym Taeitus Histor. 2< 5g*Kap. 95. womit ich meine Gedanken schließe.
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