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die ctffcn Orakel, welche, ehe Priestcrbetrug und Politikdie Fragenden mit zwcydcutigen Aussprüchen tauschen lehr-le, die Menschen in weisen Gesetzen und klugen Lcbensregelnunterrichteten.
Diese Haine waren verschiedenen Gottheiten geheiligt,«Nd wurden von denselben gcnennt. So hatte Wodan inSchweden einen berühmten Hain, der noch itzt OdenslundZ)?ißt, und mehrere waren rn Deutschland , deren Namenvielleicht auch auf uns gekommen sind.
Da die Deutschen und Nordlander durch den Umgang»nit den Römern, mit der Baukunst bekannt wurden, errich-leteii sie ihren Göttern Tempel. Von der Gestalt derselbenober, und ihrer Einrichluiig kann ich nichts sagen ; zumal daangeschene Gelehrte, die alten Denkmale nordischer Bau-kunst, lücht für Ueberreste von Tempeln, sondern für Grab-male halten. In Schweden findet man noch Ruinen einesTempels, den Adam von Bremen beschrieben hak.
Die vornehmsten Personen bey den gottesdienstlichcnHandlungen waren dieDruiden, deren Geschichte noch einernahern Aufklarung bedarf. Frik sammelte verschiedene siebetreffende Schriften 26), und Martin 27) spricht ebenfallsvieles von ihnen. Aber dem ungeachtet bleibt noch sehr vielin ihrer Geschichte zu untersuchen übrig. Bey ihrem Na-men, den einige von fyv, die Eiche, andere vom ccltischcnDem, andere vom isländischen vravi, und noch andere vom«cltischcn de (Gott ) und rhouid (sagen, reden) 28) ableiten,Halte ich mich nicht auf. Das aufrichtigste Gcstandniß ist,wir wissen seine Abkunft nicht.
Bey.
26) Cornrnentatio de Dniidis &c. a I. G. Frik. Ulm . 1744»2?) Martin, la Religion des Gaulois T. I. p. 177« T. II, p. 64.28) S. Encyclopedie Tom. V, p, 150.