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C. C. Tacitus von Deutschlands Lage, Sitten und Völkern : Mit erklärenden Anmerkungen, einigen Ausführungen udn Abhandlungen, und einem geographisch-historischen Wörterbuche / von Johann Heinrich Martin Ernesti, öffentlichem ordentlichem Professor an dem Herzoglichen akademischen Gymnasio Casimiriano zu Coburg
Entstehung
Seite
111
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Hl

Geführt vom Loke bringt von OstenDas Schiff die MuspelSheinier her.Mit Feuer kommt von Süden Surtnr,Sein Schwerd zum tödten fertig stralt,Die Felsen stürzen, Riesen irren,Der Tapfre fallt, der Himmel birst.Dann fühlt den zweyten Schmerzen HlinchWann Odin mit dem Wolf es wagt,Und Belas glänzender ErlegerMir Surtur, dann fallt Friggas Mann.Tuislo, Sater, Siwa, Radegast,Fro, Weda, Fasta, Vagnofft, Ermensaul/Flins, Swflntewit und Prone sind dahin.Kein Wagen Herthas irrt im Erbe TeutS.Der Freyn fallt kein Schwein, dem Thor kein Stier,Kein Menschcnblut, kein Blut der Thiere tranktDen Eichenhain, den Felsenaltar mehr.

Auch legte man den Druiden die Lehre von der See-lenwanderung bey; ob man dieses aber aus den altenNachrichten erweisen könne, kann ich nicht behaupten.Vermuthlich war es auch Druidcnlehr«, daß es zween.Orte gebe, der eine der Aufenthalt der Feigen, und»sen, Nistheim, der andere Valhalla, oder der Ort derTapfern. Diese sollten aber nur bis zur Götterdamme,rung dauern, und nach dieser, statt Ristheim, Nastrond,statt Valhalla , Gimle, der ewige Aufenthalt der Verstor-denen seyn. Nicht nur Priester, sondern auch Gesetz-geber und Gelehrte waren sie, und darinn hatten sie vielahnliches mit den ägyptischen und jüdischen Priestern.Insbesondere forschten sie den Lauf der Gestirne und desMonds, und bezeichneten den letztern auf einem viereckigttn Stab, der ail mon aghr, d. i. Beobachtung eines ie«

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