534 Rmygefiȧte Nachricht,
'äton ^olm, einStiefsohndes ältern Herrn Rey-sers, war anfänglich ein Lluditeur. Da er aber sahe,daß seine Stiefbrüder der Druckerey nicht wohl vor-stunden, so faste er den Schluß selbige zu lernen. Erbrachte es auch in kurtzeg so weit, daß er der Reiser-lt'chen Buchdruckerey 1714. als Factor vorstehenkonnt«, welche er heruach in zwey Jahren in Be-fitz nahm.
Bis hieher habe ich nun die meisten Buchdrucker-Herren in Stockholm nach einander erzehlet; Es sindaber noch verschiedene zurück, welche wegen besondererFreyheiten ins besondere zu betrachten sind. Es sindneu.' lich die AömZlichen Buchdruckereyett. Ausserdenen Freyheiten,jwelche einer jeden Druckerey gegebensind, gemessen sie noch besondere Vorrechte und Gna-Qenge!dev. Es sind aber selbige folgende:
Änuttdus €>lai/ erhielt diese Stelle von dem KönigGtgismuttd 1594. welche hernach König Carl besta-tigte, und auf seine Unkosten theils zuAmsterdam, theilszu Lübeck von Andreas Fabri verschiedene Schriftengiessen ließ. Nach seinem Tvd 161 u folgte auf ihn:
Ignatius Meurer, aus Thüringen gebürtig. An-fanglich war er der Rechtsgelahrfamkeit ergeben, undhielt sich deswegen zu Greyphswalde auf. Er verließaber die Studien und lernte die Buchdruckerkunst,worauf er sich 1610. nach Stockholm begeben, undNach drey Jahren die Wittwe des verstorbenen HerrnNnunbs Glai geheyrathet hat, dahero er alsdennKöniglicher Buchdrucker wurde, und dieses Amt bis?666. mit allen Ruhm verwaltete. Er gab selbigeswegen hohesAltersauf, und starb im 8z. Jahr seinesAlters 1672. Die Meurerische Druckerey soll hier-oufan Istzano GeHxg.ieberdt gekommen seyn.
Georg