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Es sollen auch die Geselle» nicht leichtlich dcn Cvrnutcn ttrsachgeben, baß ihriqc zu verthun, noch sie mit sich in Zechen undGclaq führen; sondern lieber zur Sparsamkeit vermahnen undanhalten, damit sie desto eher ihre Gebühr denen Gesellen undHerren entrichtn können. . »
Nachdem auch bißanhero, wenn man neue Gesellen besta-listet, große Unkosten getrieben, ist vor nothwendig erachtet,dieftlben etlicher maßen zu modcriren. Und soll hinfuro derje-nige der sich zum Gesellen machen und bestätigen will lassen, inallem - - fi. baar Geld zu geben schuldig seyn, und wedermit dem Einlade Geld, Krantzen, oder Spielleuten beschweret,sondern damit allerseits verschonet werden. Und sollen die Po»smlatc bey dem Herrn, da die Jungen gclcrnct, oder wo es dieGelegenheit nicht geben wollte, bey einem andern Buchdrucker-Herrn, gehalten/ und, ohne besondere Ursache, an keinenftcmbden Ort gclcgct werden. Wann nun einer alleine sein Po-siulat verschcncken wollte, und nicht Hoffnung wäre, daß nocheiner oder mehr in kurl-cm darzu käme; so soll nur eine Mahlzeitangestellet werden, darzu allein die Herren und Gesellen, so da-mahls in Arbeit stehen, ohne die Weibespei soncn, sollen ein-geladen werden. Wie es nun hiermit anzustellen wäre, soll vonHerren und Gesellen , so zum Fisco, oder Laden, verordnet,berathschlaget und geschlossen werden, darnach steh dann dieandern richten sollen, und keiner darwider reden oder sich setzen,bey Strafe i fl. in Fiseum.
Weil auch in Postulaten und sonsten, wann man Cola-tion halt, etliche Gesellen unterm Haufen alle weye gefundenwerden, die da vermcynen, man könne nicht ftölich seuu»wenn nicht mit übermäßigen Geschrey, Jauchzen, Blecken,Tollisircn, mich, wohl fluchen und Zanckcn und andere Leicht-fertigkett, sich cmes ergötzen, und es nach seinem Willen Mi-bcn sollte, darbcy dcnnn nicht allein der Gvttcsfnrcht mid al-lcr Ehrbarkeit (in welcher man mit Ehren und guten Gewis»scn auch ftölich seyn kan und soll,) vergcßcn, und dieselbe hin-dann gesetzet wird, sondern auch deßeu sich GottcssnrchtigeHertzcn, so darbey seyn sollen, schämen müßen, und zumalfür frcmbdcn Lenken, die man bisweilen darbe» hat, ein mach-kiger Ubclstand ist, und einen bösen Nachklang verursacht,Daji diejenigen so taglich mit Schrifften und Büchern umgc«hen, und billig mehr von guten Sitten, Zucht, Tugend und