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Ehrbarkeit, als andere gemeine Leute und Handwerckcr, 1er-neu und üben , auch andere gute Exempel geben sollen, wannsie die Nasen bcgoßen, es ärger machen als nwa Capillcr,vdcr HoUunckcn , welches denn neben dem Ubelst-md auch einegroße Sünde und Aergerniß ist , und gegen ©Oft schwerlichzu verantworten. Als soll solches ernstlich hinfort verbothen^»nd keinen, er sey auch wer er wolle, wenn er einmal beßewerinnert würbe, ungestraset verstattet seyn, damit man sichnicht andern Leuten zum Spott »rnche, Aergerniß gebe, unddieser löbliche« Kunst cincn Schandfleck anhange.
Was endlich aiiianget Martins ■■ Fest »ud Fastnächte»da man den Gesellen etwas gütlicher als sonst mit E')en undTrincken zuthun pflegt, soll einem jeden Herrn nach seinemWillen und Vermögen freystchen, was er zum besten gebenwill oder kau, und keinem von vcn Gesellen hiciinncn etwasvorgeschrieben werden, darbey d»'nn auch über ein FeyertazNicht soll gemacht werden, und bey Postulaten zum mcistci?zwey Feycrtage, auf wieder Einbringen sollen zugäaßcn seyn,da niöii sonst mit großen Schaden und Veisäunwiß , cm Tagoder q. ungearbeitet mit Schwelgcn^und Tvllisiren zuzu-bringen sich unterstanden hat.
Wann eines von Druckerei) verstirbct, es sey gleichHerr oder Gesell, Weib oder Kiud, Junge oder Magd, sosollen alle Herren nnd GeseUcn oder ihre Weiber mit zu Grabegehen und den Traureuben von Hauß aus biß aufn GOrtcs-Acker, und von dannen biß wieder zu Hanß das Geleite geben,bei) Strafe z gl.
Was ferner zu Aufnehmen und Erhaltung dieser löbli-chen freyen Knnst Buchvnickcrcy möchte von nöthen seyn, daßwollen wir uns hiermit vorbehalten haben, jederzeit zu vcr-beßern und zu vermehren:e.
Natificircli, confinm'ren und bestätigen auch viclgemcl-detc'Ordnung und Articul hiermit und in Kraffr die>e6 füruns und den Hvchgcbohrncn Fürsten , Herrn Johann Geox-grn und dann in Bormnndschafft des auch Hochgebohrnci:Fürsten » Herrn Augusten, beyde Herzoge zu Sachsen k,Ansere freundliche liebe Brüdere, und wollen daß denselben inAllen Punckten, Clausuln, und Articul», Iuhaltungen lindMeynungen nachgegangen, und dargegen nichts fürgenommei!tveity. Dqbey wir sie «uch zurccht Hgadhaben, schsi^en w&