Teil eines Werkes 
Theil 2 (1740) Die so nöthig als nützliche Buchdruckerkunst und Schriftgießerey
Entstehung
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«erdienet; wird nichts verdienet, so müßen die Buchdruckerentweder unehrliche Handthierung ergreifen, oder am Endealle miteinander Betteln gehen; Das wäre ein herrlicher Nu-tzen im!) eine vortrcfliche Zierde vor eine Stadt. Und wozudient die Erzehlung der Klagen und guten Wünsche einigervornehmen Gelehrten in Dantzig? dürffcn wir die Wahrheitbekennen; So kommen uns diese Klagen verdächtig vor. Einrechtschaffener Gelehrter, welcher ein nützliches Buch vcrfcr«tigm kan» wird nicht Ursache zu klagen finden, daß er es nichtsauber gedruckt bekommen könnte. Die Erfahrung bckraffti-get abermahls das Widerspicl. Man reißt sich, daß wir soreden möge», um gut geschriebne Bücher. Man bezahlt dieArbeit theuer und streitet um die Wette niiteinander selbigerecht sauber drucken zula^cn. Gvndling», Ramback?«, undvieler rcchtsck)affcncn Gelehrten Schriffren mehr-, können einZeugnis ablegen. Ja man proceßirt wohl gar um selbigenach der Verfertiger Tod. Wir können also nicht ciusehen,warum man Ursache zu klagen haben sollte. Wenn auch kci-ne Drvckercy an demjenigen Orte ist» wo ein Gelehrter lebt,deßwegen gehen seine Schrifften nicht unter, er darf sie auchnicht umsonst verfertigen, wenn er nur was geschicktes zu Mark-U bringen kan , er findet Verleger, Buchdrucker, und Äeb-Haber genug dazu. Nicht wahr, es gicbet hundert und mehrOcrter wo kein Pappicr gemacht wird , und dennoch habenwir alle Pappicr genug? Eben so ist es mit den Buchdrücke-reyen. Bcn solchen Klagen steckt insgemeiu etwas darhintcr,welches unsere Leser gar leicht errathen können. Alsdcnnfängt man an zu wünschen. Ein Wunsch der nicht erlaubtist, ist allerdings vergeblich und unbillig. Wenn dieses an-gicng, so wollten wir uns wünschen, daß es erlaubt seynmvgte, von unsers Nächsten Guth nur so viel zunehmen,als nicht nothwendig braucht/ und wir hingegen zu unserUnterhaltung nöthig hätten- Allcine die Obrigkeit hat dieses sogut, als jenes verbothen, folglich helfe unser Wünsche»nichts. Inzwischen hätten die angeführten Gelehrte» ihresWunsches thcilhafftig werden können, wenn sie nur dcr Ord^nung hatten nachkommen wollen, die eine löbliche Obrigkeitvorgeschrieben hat. Das ist, wenn sie die Buchdruckcrkunstehrlich und redlich erlxrnct, mid Kunsigebräuchlich getriebe»:

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