Teil eines Werkes 
Theil 2 (1740) Die so nöthig als nützliche Buchdruckerkunst und Schriftgießerey
Entstehung
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than, es mit selbiger zu halte». Allcine, die Gesellschaft hat fciirVerlangen mit gleicher Höflichkeit zurück gewiesen, weil sie sichkeinen Verdruß, Schimpf und Verantwortung bey der samt!.Kunst über den Halß ziehen wollen. Hieraus wird man nun-mehro gar leicht einsehen können, daß wir nicht unbillig mitNein geantwortet haben. Folglich kan mau die Buchdruckerkeiner Harte beschuldigen, wenn sie die Schriftgieser in ihre Ge-sellschaft nicht auf und annehmen wollen. Haben sie aber bey-des ordentlich und rechtmasig erl.crnet; So wird man ihnen drnPlatz nicht streitig machen.

Jedoch panl Pater vermeynt am'Ende seiner Antwork«och einen erheblichen Grund zu finden» wenn er vorgiebt - DieBuchdrucker sollten sich^nicht so hart gegen die Schriftgieser er-weisen, weil doch viele jwiderrechtlich den Buchhandel trieben,den sie nicht ordentlich erlernet hatte». Trcflich lahm geurthei-lct! Gesetzt, welches wir doch nimmcrn>ehr zugestehen, daßeinige Buchdrucker widerrechtlich den Buchhandel trieben, wur»de denn dieses eine Folge seyn» daß nun: deßwegen die Schrift«gicser in dieVuchdruckcrgescllschaft aufnehmen soll. Von -ini«nigcn anfalle zu schließen t ist ja offenbar falsch, welches schondie Schulknabcn wißcn. Wir wollen freygebig seyn / und a»6Spaß behaupten, alle Buchdrucker fuhren widerrechtlich einenBu6)handel. E. sind sie verbunden die Schriftgieser in ihre Ge-sellschaft zu nehmen. Wenn es noch so hieße, alle Buchdruckertreiben widerrechtlich die Schriftqicscrcy, folgbar können sieauch denSchrifrgiescrn erlauben dieDruckcrcy zutreiben; Sowäre es noch eher eiNjSchcingrund. Da es aber heißt- sietreiben Buchhandel; So können wir in der Welt nicht einsehen,wie der Buchhandel / wenn er anch nnrcchtmäßiger Weise von de-nen Buchdruckern getrieben würde, den Schristgiesern ein Rechterzwingen könne. Das heißt wohl recht geunhcilt, der Steckensteht in Wiuckel, folglich müßen wir die Schriftgieser auch zuBuchdruckcrhcrrcn machcn. Und was die Hauptsache ist, sokan in Ewigkeit nicht erwiesen werden , daß die Buchdrucker mi-rechtmäßiger Weise den Buchhandel treiben. Der Raum istuns zu enge, daß wir hier alle Gründe anführen können , daß esden Buchdruckern erlaubt sey den Buchhandel zuführen. Wirkönnen auch dieser Mühe überhoben seyn , da solches» er schied,'-ne gelehrte Männer hinlänglich erwiesen haben. Ah.isveru»

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