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Fritsch in Diss. de Bibliopoiis Typographis c. II, Th. 2. 3„.tltgfci(5c:n'llbCl'Diss. de abusibus Ty i ographiae Sectione II^11. 39. 2TJ««rc»5 RHoSiNS in Diss. de Libris Erudit. C.
I'. n. 56 sqq. Dic Gewohnheit, welche durch den BeyfallHoher Häupter iüuc'.stülzt ist, streitet augenschcinlich vor >»is°Die altern, mittlern und neuern Zeiten legen ein nachdrücklichesZeugnis ab. Wer hat denn dic Bibel, so Johann Faust i;e*;druckt, verlegt und verkauft, nicht ivahi: Faust selbst? WerHai Schoffers geduckte Sachen verlegt,n idn wahr, er selbst ?Und wer km nicht, daß dieAlvi, Srcphani, XTioulli/ <Dpozrini/ Frobenit, üVnst, Stern, 5£nöec, Riysch/ undviel anderemchr, Buchdrucker und Buchhändler gewesen sind?Man hm auch unwidersprcchlich darthun, daß Hohe Potcnta-ten vielen Buchdruckern über ihre gedruckte und verlegte BücherPriviiegia ertheilet haben, selbige cintzig nnd allein zu verkauf-fcn. Wir haben selbst ein solches Privilegium mitgetheilet, wel-ches der Kayscr Carl der V. den Iuo Schöffen» ertheilet hat.Man schlage No. xxv. nach, so wird man eö finden. Worauswir den Schluß machen: Haben Hohe Potentaten den Buch--druckern die Freyheit gegeben, ciutzig und allein mit ihren Bü-chcrn jii handeln; So muß ihnen wohl der Buchhandel vonRechtswegcuzukommcn. Dcnnsonstcn würden sie ihnen dieseF-ceyheit nimmermehr zugestanden haben. Alle und jede Buch-vrucker haben also das Recht aus ihre eigene Kosten Bücher;»drucken nnd zu^ verkauffcn, obgleich nicht alle den Buchhandeltreib™. Es gehöret Geld , Vorschuß/ und Klugheit dazu, diefreylich nicht ein jeder besitzt; Ünlerdeßcn hebt dieses das Rechtnicht auf. Wir wißcu wohl, daß mancher mit iinvcrstand dar-wider gccifm hat \ Wir können aber auch versichern,daß mancherPucl)d;'ucker kcinen Buchhandel angefangen haben würde, wenner nicht aus Noth darzu wäre angetrieben wvrdcn. Wir wißcnFalle/ da mgn mit Buchdruckern vor dem Ballen um einen ge-pißen Preiß zu drucken einig worden ist/ d:m man hernach mitzwey Drittheil abspeisen wollen, welches sie vhnmvgli6) thunkonnten, folglich blieb ihnen die gantze Auflage über den Halß.Wo sollten sie damit hin ? Sie mußten sclbste» Buchhändler ab-geben, wen» sie nicht alles verlieren wollten, Dahew wir mitBedacht gcsagct, daß einige mit Unverstand darüber geeifert ha-hW, WH( fH die. WWÄDMM Hieraus wir.d Wn nun