( '4 ) >S
ben ein unverletzt Gewissen gegen Gott und denMenschen. Ap. Gesch. xxiv.14 ^6.1. E6 zeigt aber der Apostel ins besondre die Art undxpeise an/ wie Er dem HErm gedienet hatte / nemlich2. mit aller Demuth; b. mit vielen Thränen; undc. mit vielen Anfechtungen/ die ihm wiederfahrenwaren in den Nachstellungen der Juden.2. Anforderst denn / hatte er dem HErrn gedienet / mitDemuht/ und zwar mit aller Demuht.«. Das Grund-Wort (?--77in'0!p^^.„) durch Demuhtübergesetzt / gibt eigentlich/ Kraft seiner Znsammen-setzung / eine solche Gemühts- Gestalt zu erkennen / wo-durch man geringe und niedrige Gcdancken von sichselbst/ von seinem Stande und von seinen Gaben hat;und die man m ausserlichcn Gebehrdcn/ Worten undThaten; Ja in seiner gantzcn Aufführung vor Gott und Menschen an den Tag leget. Wodurch manalles/ was man in der Natur und in der Gnade ist/hat und vermag/ nicht sich selbst/ nicht seiner eignenWeisheit und Würdigkeit; sondern bloß der freyenGüte / Gnade und BarmherlMkeit des frcymachti-gcn Gottes zuschreibt: tvelche Demuht aus der Be-trachtung der Hoheit/ Herrlichkeit und unbcschranck-ten Macht und Freyheit Gottes; und aus ocr Erkant-ms seiner eignen Nichtigkeit / Abhünqlichkcit und Un-würdigkeit ihren Ursprung hat. Gcwislich! EineTugend / die das beste Kleinod und der fürnehmsteZicruht eines Christen und Dieners Gottes ist; diealle gute Handlungen vor Gott und Menschen ange-nehm und Liebcns würdig machet: Gleichwie durchdas entgegengestellte Laster des Hochmuhts hinge-gen die allerbeste Gaben und Verrichtungen vor Gott und Menschen eckelhaft werden. Denn das ist/ nachdem Zeugnis des weisen Königs/ die todte Fliege/
welche