2 26 il. Allgemeine Mechodenlehre.
Anmerk. i. Einen Begriff theilen und ihn einthei«len, ist also sehr verfcliicdeu. Bey der Theilung desBegriffs sehe ich, was in ihm enthalten ist (durchAnalyse); bey der Eintheilung betrachte ich, was un-ter ihm enthalten ist. Hier theile ich die Sphäre desBegriffs, nicht den Begriff selbst ein. Weit gefehltalso, daß die Eintheilung eine Theilung d'es Begriffssey: so enthalten vielmehr die Glieder der Einthei-lung mehr in sich, als der eingetheilte Begriff.
2. Wir gehen von niedrigern zu höher» Begriffen hin«auf und nachher können wir wieder von diesen zu nie-driger» herabgchcn durch Eintheilung.
§. in.
Allgemeine Regeln derlogischen Ein-theilung.
Bey jeder Eintheilig eines Begriffs ist daraufzu sehen:
1) daß die Glieder der Eintheilung sich ausschließenoder einander entgegen gesetzt seyen ; daß sie ferner
2) unter Einen höhern Begriff (conceprum coinmu-nem) gehören, und daß sie endlich
z) alle zusammengenommen die Sphäre des eingetheil-ten Begriffs ausmachen oder derselben gleich seyen.
Anmerk. Die Glieder der Eintheilung müssen durchcontradictorische Cntgegensetznng, nicht durchein bloßes Widerspiel (conusriunl) von einander ge«,trenn? seyn.
j. 112.