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Immanuel Kants Logik : ein Handbuch zu Vorlesungen / [Hrsg.: Gottlob Benjamin Jäsche]
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227
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II. Von der logischen Eintheilnng der Begriffe. 22?

' - ^ §. ll2.

Codivision und Subdivision.Verschiedene Eintheilungen eines Begriffes, die mverschiedener Absicht gemacht werden, heißen Neben--eintheilungen; und dieCintheilungderGlicderdevCintheilung wird eine Un tereintheilung (lubcüvi-üc>) genannt.

An merk. 1. Die Subdivision kann ins Unendlichefortgesetzt werden; comparativ aber kann sie endlichseyn. Die Codivision geht auch, besonders bey Ersah«rungsbegriffen, ins Unendliche; denn wer kann alleRelationen der Begriffe erschöpfen?

2. Man kann die Codivision auch eine Cintheilungnach Verschiedenheit der Begriffe von demselben Ge-genstände (Gesichtspunkte), so wie dieSubdivi si onc-ine Cintheilung der Gesichtspunkte selbst, nennen.

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Dichoromie und Polytomie.Eine Cintheilung in zwey Glieder heißt Dich0-tomie; wenn sie aber mehr als zwey Glieder hat,wird sie P 0 l y t 0 m i e genannt.

Anmcrk. 1. Alle Polytomie ist empirisch; dieDichoto«mie ist die einzige Cintheilung ans Principien s priori also die einzige primitive Cintheilung. Denndie Glieder der Cintheilung sollen einander entgegen-gesetzt seyn und von jedem ^ ist doch das Gegentheilnichts mehr als ncm ^.

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