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Immanuel Kants Logik : ein Handbuch zu Vorlesungen / [Hrsg.: Gottlob Benjamin Jäsche]
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228
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228 ll. Allgemeine Methodenlehre»

z.Polytomie kann in der Logik nicht gelehrt werden ;. denn dazu geHort Erkenntniß des Gegenstan-des. Dichotomie aber bedarf nur desSatzes desWider sp r uchs, ohne den Begriff, den man ein-theilen will, dem Inhalte nach, zu kennen.Die Polntomie bedarf Anscha uung ; entweders xiimi^ wie in der Mathematik, (z. B. die Einthei-lung der Kegelschnitte) oder empirische Anschauung,wie in der Naturbeschreibung. Doch hat die Ein-thcüuttg aus dein Princip der Synthesis-i xriori, Trichotomie; nemlich i) den Begriff,als die Bedingung, 2) das Bedingte, und z) dieAbleitung des letztern aus dem erstem.

§. 114.

Verschiedene Eintheilungen' der Methode.

Was nun insbesondre noch die Methode selbstbey Bearbeitung und Behandlung wissenschaftlicherErkenntnisse betrifft: so giebt es verschiedene Hauptar-ten derselben, die wir nach folgender Eintheilung hierangeben können.

' 5- ,115.

1. Scientifische oder populäre Methode.

Die scientifische oder scholasiischeMethodeunterscheidet sich von der populären dadurch, daIjene von Grund-und Elementar-Säßen, diese hin-gegen vom Gewöhnlichen und Interessanten aus-geht.