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Einleitung.
der Vorurtheile damit zu entschuldigen, daß aus ihrerAusrottung Nachtheile entstehen würden. Aber manlasse diese Nachtheile nur immer zu; — in der Folgewerden sie desto mehr Gutes bringen.
X.
Wahrscheinlichkeit. — Erklärung des Wahr-scheinlichen. Unterschied Ver Wahrscheinlich-keit von der Scheinbarkeit. — Mathematische undphilosophische Wahrscheinlichkeit- — Zweifel —subjectwer und objectiver. — Skeptische, dog-matische und critische Denkart oder Methode desPhilosophierens. — Hypothesen.--
Zur Lehre von der Gewißheit unsers Erkenntnis-ses gehört auch die Lehre von der Erkenntniß des Wahr-scheinlichen, das als eine Annäherung zur Gewißheitanzusehen ist. —
Unter Wahrscheinlichkeit ist ein Fürwahrhaltcnaus unzureichenden Gründen zu verstehen, die aber zuden zureichenden ein größeres Verhältniß haben, alsdie Gründe des Gegentheils. — Durch diese Erklä«rung unterscheiden wir die Wahrscheinlichkeit (xrodsdl-Urs5) von der bloßen Scheinbarkeit (venlimiliruäo);einem Fürwahrhalten aus unzureichenden Gründen, in
so