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Immanuel Kants Logik : ein Handbuch zu Vorlesungen / [Hrsg.: Gottlob Benjamin Jäsche]
Entstehung
Seite
40
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4<» Einleitung.

unsrer Zeit, in Absicht auf Philosophie und Metaphysikinsbesondre, werden wird.

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Erkenntniß überhaupt. Intuitive unddiscllrsive Erkenntniß; Anschauung und Be-griff, und deren Unterschied insbesondre.Logische und ästhetische Vollkommenheit des Er«kenn Misses.

Alle unsre Erkenntniß hat eine zwiefache Be-ziehung; erstlich, eiin Beziehung auf das Object,zwcnteus, eine Beziehung ans das Subject. Inder erstem Rücksicht bezicht sie sich auf Vorstcl.lung; in der letztern aufs Bewußtseyn, die all-gemeine Bedingung alles Erkenntnisses überhaupt.>(Eigentlich ist das Bewußtseyn eine Vorstellung, daßeine andre Vorstellung in mir ist.)

In jeder Erkenntniß muß unterschieden werdenMaterie, d, i. der Gegenstand, und Form, d. i. dieArt, wie wir den Gegenstand erkennen. Siehtz. B. ein Wilder ein Haus aus der Ferne, dessen Ge-brauch er nicht kennt: so hat er zwar eben dasselbe Ob-ject, wie ein Anderer, der es bestimmt als eine fürMenschen eingerichtete Wohnung^ kennt, in der Vor,stcllung vor sich. Aber der Form nach^ ist dieses Er,

kenntniß