Einleitung.
s> vitl tauschendes, daß es wohl nothig ist, das ganzeVerfahren zu suspendiren und statt dessen ein anderes--- die Methode des critischen Philosophie-rens, in Gang zu bringen, die darinn besteht, daSVerfahren der Vernunft selbst zu untersuchen, das ge-fammte menschliche Erkenntnißvermsgen zu zergliedernund zu prüfen: wie weit die Grenzen desselben wohlgehen mögen.
In unserm Zeitalter ist? Naturphilosophieim blühendsten Zustande, und unter den Naturforscherngiebt es große Namen» z.B. Newton. — NeuerePhilosophen lassen sich jetzt, als ausgezeichnete und blei«bende Namen, eigentlich nicht nennen, weil hier Allesgleichsam im Flusse fortgeht. Was der. eine baut,reißt der andre nieder.
In der Moralphiloso-vhie sind wir nicht weiter gekom-men als die Alten. Was ab<r Metaphysik betrifft: soscheint es, als wären wir bey Untersuchung metaphysischerWahrheiten stutzig geworden. Es zeigt sich jetzt eine Artvon Indifferent» sm gegen diese Wissenschaft, daman es sich zur Ehre zn machen scheint, von metaphysi-schen Nachforschungen, als von bloßen Grübeleyen,verächtlich zu reden. Und doch ist Metaphysik die eigent-liche, wahre Philosophie! —
Unser Zeitalter ist das Zeitalter der Critik, undman muß sehen, was aus dey critischen Versuchen
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