10 Einleitung.
richtigen Verstandes - und Nernunftge-brauchs überhaupt, aber nicht subjectiv,d. h. nicht nach empirischen (psychologi,schen) Principien, wie der Verstand denkt,sondern objectiv, d. i. nach Principien-» priori, wie er denken soll.
II.
Haupteincheilungen der Logik. — Vortrag. —Nutzen dieser Wissenschaft. — Abrißeiner Geschichte derselben.
Ne Logik wird eingetheilt
i) in dieAnalytik und in die Dialcctik.
Die Analytik entdeckt dnrch Zergliederung alleHandlungen der Vernunft, die wir beym Denken über-haupt ausüben. Sie ist also eine Analytik der Ver-standes- und Vernunftform, und heißt auch mit Rechtdie Logik der Wahrheit, weil sie die nothwendigen Re-geln aller (formalen) Wahrheit enthält, ohne welcheunser Erkenntniß, unangesthen der Objecte, auch insich selbst unwahr ist. Sie ist also auch weiter nichtsals ein Canon zur Dijudicatiou (der formalen Rich-tigkeit unsers Erkenntnisses).
Wollte man diese bloß theoretische und allgemeineDoctrin zu einer pl actischen Kunst, d. i. zu einem Orga-
non