X
Einleitung.
non brauchen: so wurde sieDialectik werben. Eine
Logik des Scheins (»r8 loplultics, äi5xurswrl!i),
die aus einem bloßen Mißbrauche der Analytik ent-springt, so fern nach der bloßen logischen Formder Schein einer wahren Erkenntniß, deren Merk-male doch von der Uebereinstimmung mit den Objecten,also vom Inhalte hergenommen seyn müssen, erkün-sielt wird.
In den votigen Zeiten wurde die Dialectlk mlkgroßem Fleiße studirt. Diese Kunst trug falscheGrundsatze unter dem Scheine der Wahrheit vor, undsuchte diesen gemäß, Dinge dem Scheine nach zu behaup-ten. Bey den Griechen waren die Dialectiker dieSachwalter und Redner, welche das Volk leiten konn-ten, wohin sie wollten, weil sich das Volk durch denSchein hintergehen läßt. Dialcctik war also damalsdie Kunst des Scheins. In der Logik wurde sie aucheine Zeitlang unter dem Namen der Disputirk un stvorgetragen, und so lange war alle Logik und Philosophiedie Cultur gewisse geschwätziger Kopfe, jeden Scheinzu erkünsteln. Nichts aber kann eines Philosophen un-würdiger seyn, als die Cultur ein^r solchen Kunst.Sie muß daher in dieser Bedeutung ganzlich wegfallenund statt derselben vielmehr eine Critik dieses Scheinesin die Logik eingeführt werden.
Wir würden demnach zwey Theile der Logik ha-ben: dieAnalytik, welche die formalen Criterien der
Wahr«